Osama

Freitag, 20.07.2018, 19.30 Uhr (Eröffnung)
Domhof

Montag, 23.07.2018, 10.00 Uhr
Ev. Gemeindehaus


Afghanistan, Japan, Irland, 2003 | R: Siddiq Barmak | 83. Min | Spielfilm

Nach der Machtübernahme durch die Taliban stehen in Afghanistan tausende Witwen und alleinstehende Frauen vor einem unüberwindlichen Problem: wie sollen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, wenn sie nur in Begleitung männlicher Verwandter das Haus verlassen dürfen? Eine Mutter beschließt, ihre 12-jährige Tochter als Sohn zu verkleiden, damit sie sie zu ihrer Arbeit begleitet. Als die Mutter ihre Arbeit verliert, muß das Mädchen die Familie ernähren. Das Mädchen ist gezwungen, an den religiösen Riten der Männer teilzunehmen. Doch die männlichen Verhaltensweisen sind ihr fremd. Und die Furcht vor der Enttarnung wächst mit jedem Tag.

Siddiq Barmak wurde am 7. September 1962 in der Provinz Panjshir / Afghanistan geboren. 1987 schloss er sein Studium an der Moskauer Filmakademie erfolgreich ab. Trotz sozialer und politischer Schwierigkeiten gelang es ihm, mehrere Kurzfilme, die Spielfilme und drei dokumentarische Arbeiten zu schaffen. „Osama“ (2003), der erste Spielfilm von Siddiq Barmak, und sein zweiter Spielfilm „Opiumkrieg“ (2008) gewannen viele Preise für das afghanische Kino bei renommierten Internationalen Filmfestivals.
Er produzierte acht Kurz- und Langfilme sowie TV-Serien, gründete die Union der Filmemacher von Afghanistan und veröffentlichte das erste Filmmagazin des Landes. Außerdem arbeitete er im Bereich Bildung und entwickelte Trainingsprogramme  für junge Filmemacher an der Universität von Kabul und war bereits bei internationalen Filmfestivals Mitglied der Jury. Seit drei Jahren lebt er in Frankreich und wird demnächst in Georgien einen neuen Film drehen.

Awards und Preise:
Golden Globe in der Kategorie „Bester Ausländischer Film“, 2004
Besondere Erwähnung der Goldenen-Kamera-Jury, Internationale Filmfestspiele von Cannes 2003
Preis der französischen Arthouse-Kinos 2003
Fellini-Medaille der UNESCO für Siddiq Barmak
Sutherland Trophy am The Times bfi London Film Festival 2003
Goldene Ähre auf der Semana Internacional de Cine de Valladolid 2003

Credits:
Regisseur: Siddiq Barmak
Drehbuchautor: Siddiq Barmak
Kamera: Ebrahim Ghafori
Schauspieler: Marina Golbahari, Arif herati; Zubaida Sahar
Produzent: Siddiq Barmak, Julia Fraser, Julie LeBrocquy, Mohsen Makhmalbaf, Makoto Ueda