Jugendliche und Frauen, die ihr Schicksal mit einem Faden knüpfen

Das zweite „WaLa“ Internationale Filmfestival widmete sich neben der originären Aufgabe des Filmfestivals einer Ausstellung handgefertigter Bildteppiche Afghanischer Jugendlicher und Frauen. 16 dieser kunstvoll ausgeführten Teppiche wurden präsentiert. Simabaf ist für deren gesamte Gestaltung vom Design bis zur Ausführung verantwortlich. Diese Organisation war zuvor in Pakistan und Afghanistan unter dem Namen „Amin Nadem Stiftung für Kunst und Kulturbildung“ tätig. Daher verfügt Simabaf insgesamt über mehr als 30 Jahre künstlerische Erfahrung.

Amin Nadem ist der Gründer von Simabaf. Er entwirft seine Objekte inspiriert von den gesellschaftspolitischen und aktuellen Themen der Gesellschaft Afghanistans und der ganzen Welt.
Im weiteren Arbeitsschritt überlässt er seine Vorschläge den Kunstwebern – Jugendlichen und Frauen. „Wir gestalten alle Menschen aus Fäden“, sagt Nadem.

Auf eine gewisse Art und Weise zeichnen diese Bildteppiche mit allen dünnen Fasern in künstlerischer Eleganz die größten unmenschlichen Krisen. Noch wichtiger ist, dass genau die Webenden selbst der verletztlichste Teil dieser von Krieg und Katastrophen heimgesuchten Gesellschaft sind, nämlich Jugendliche und Frauen. Simabaf bietet ihnen physische, mentale und psychische Sicherheit, indem es ein sicheres Umfeld für Bildung dieser beiden am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen bietet.

Die Kunst des Teppichwebens in Afghanistan ist weltberühmt und hoch entwickelt. Weber, die die Kunst des Strickens bei Simabaf erlernen, bekommen schneller die Möglichkeiten einen Arbeitsplatz zu finden und erhalten höheren Lohn als gewöhnlich.  Auf diese Weise können sie ihre Zukunft und ihr Schicksal verbessern, ungeachtet aller aktuellen Katastrophen und Krisen im Land und in der Welt.

Das WaLa internationale Film Festival ermöglicht es, dass Simabaf unter hohen menschlichen, aufrichtigen Anstrengungen die Menschenwürde vor Ort fördern kann.

Simabaf bietet seine Dienstleistungen für Bedürftige in Kabul und Ghazni an. Sein Hauptziel ist das Schaffen von Arbeitsplätzen für Jugendliche und Frauen unter Kriegsbedingungen.

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